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Schritt für Schritt

Es ist nun einige Zeit her, dass ich beschlossen habe, mein Studium zu beenden.

Heute sehe ich die Entscheidung noch immer mit gemischten Gefühlen, doch es überwiegen die positiven. Ja, noch immer fühlt es sich an wie Versagen, aber es ist so viel Erleichterung dabei, dass ich trotz aller negativer Gefühle froh über diese Entscheidung bin.

Vom heutigen Punkt aus gesehen, war die Entscheidung für das Studium die richtige. Es mag sich paradox anhören, aber ja: ich bin froh, diesen Weg gegangen zu sein.

Ich bin gewachsen, sehe Dinge nunmehr mit ganz anderen Augen und habe mich teilweise neu kennengelernt. Nichts von all dem Erlebten möchte ich missen, nichts würde ich wirklich anders machen. Evtl. würde ich mich nicht mehr für Politikwissenschaften entscheiden, aber selbst das kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen.

Vor einigen Wochen habe ich eine Therapie begonnen, um viele Erlebnisse aufzuarbeiten. Diesen Schritt schiebe ich schon so lange vor mir her, und ich bin sehr froh, mich endlich durchgerungen zu haben. Die Gruppentherapie ist nicht schlecht, auch wenn es noch etwas befremdlich ist, mit Fremden über Probleme zu sprechen. Vor allem habe ich das Gefühl, als würde an allem gerüttelt, was mich wirklich ausmacht, meinen Willen zum Erfolg und den unbedingten Willen, nicht zu den Versagern zu gehören.

“Wem willst du eigentlich etwas beweisen?”

Diese Frage wurde mir dort ernsthaft gestellt.

Und keine andere Frage hat mich seit Wochen so sehr beschäftigt wie diese.
Meine erste Reaktion war: “Mir selbst.” Aber wenn ich ehrlich bin, stimmt das nur bedingt. Ja, ich möchte für mich wissen, dass ich kein Versager bin. Aber ich möchte auch unbewusst meiner Mutter beweisen, dass ich eben nicht so bin wie sie und mein Erzeuger. Wenngleich wir seit Jahren keinen Kontakt haben, ist meine größte Angst, dass sie anrufen könnte (was nicht machbar ist, da sie keine Telefonnummer von mir hat) und ich sagen müsste: “Ich habe meine Träume aufgegeben.”

Und ja, ich habe auch das Gefühl, der Welt etwas beweisen zu müssen. Als Kind war ich immer das Kind von Arbeitslosen, die Schülerin mit den falschen Turnschuhen und den alten, abgetragenen Kleidungsstücken der Familie. Und es gab diesen riesen Erwartungsunterschied: Prognostizierte mein Vater, ich würde eines Tages unter der Brücke landen, so sprachen Lehrer immer davon, von mir würde man noch vieles hören, ich sei zum Erfolg bestimmt.

Nun befinde ich mich in einem Zwischenraum, kein großer Erfolg, aber erfolgreich genug, um mein Leben gut bestreiten zu können.

Irgendwie weiß ich nicht, ob ich mit einem Mittelmaß zufrieden sein kann. Jetzt stehe ich kurz vor einer Zusage in einem Unternehmen, um dort meine Ausbildung zu machen, und obwohl ich mir das sehr gut vorstellen kann und mich im Unternehmen im ersten Gespräch sehr wohl fühlte, kommt einfach keine ehrliche Freude auf. Ja, in dem Beruf kann ich erfolgreich sein, kann ihn als Basis zur Erfüllung meiner Träume sehen.

Und doch fürchte ich mich vor der erneuten Enttäuschung, vor einem erneuten Versagen, vor einer falschen Entscheidung.

Zwei Seelen kämpfen -ach- in meiner Brust, die eine möchte diese Ausbildung so gern haben, die andere hat Angst und möchte sich verstecken. Ganz tief in einem Berg, wo mich keiner finden kann. Nichts hören, nichts sehen, nichts fühlen.

Und doch will ich den neuen Weg gehen. Schritt für Schritt, steht mir mein nächstes Gespräch im Unternehmen bevor, gehe ich regelmäßig zur Therapie (wenngleich ich diese mittlerweile gern wieder absagen würde) und versuche, meinen Kurs beizubehalten.

Manchmal denke ich, dass ich gern mit weniger Erwartungen konfrontiert worden wäre. Jeder in der Familie (meines Mannes) erwartete von mir gute Leistungen. Dass mir alles locker von der Hand geht, wie es in der Schulzeit immer war. Nebenjob trotz Schule? Kein Problem, die Leistungen sind ja gut. Ich schaff das schon.

Dementsprechend waren auf die Reaktionen, als ich sagte, ich bräche mein Studium ab. Ich, der immer alles in den Schoß zu fallen schien, gab auf! Und ich hatte das Gefühl, ich hätte jeden enttäuscht. Natürlich sagten alle, es sei ok. Natürlich hat jeder seine ganz persönlichen Niederlagen erlebt und Verständnis. Aber es ist nicht ok, nicht für mich. Ich habe noch niemals aufgegeben und ich komme nicht damit klar, dass sich das trotzdem so gut anfühlt.

Ich denke, ich werde gleich einmal die Karten legen.

Meine heutige Bestellung ans Universum lautet:
Gib mir die Chance, mich zu beweisen. Gib mir die Chance, meine Stärken und meine Fähigkeiten wirklich zu erkennen und zu nutzen. Gib mir die Kraft, mit allen Anforderungen klar zu kommen.

Ich habe nur dieses eine Leben.

Und ich möchte glücklich sein.

Schlussstrich

Manchmal tut es wohl gut, einen glatten Schlussstrich zu ziehen. Und langsam entscheide ich mich von innen heraus, mein Studium abzubrechen.

Es ist die schwerste Entscheidung meines Lebens.

Aber ich merke, ich kann einfach nicht mehr. Mein Körper sendet mir immer mehr Signale, dass er nicht mehr weitermachen möchte. Seit etwa einem Monat habe ich diffuse Bauchschmerzen, die erst für eine Blasenentzündung gehalten wurden, die vom Urologen jedoch als nicht zutreffend erklärt wurde. Und kaum beginne ich wieder mit dem Lernen für die Universität, beginnen die Schmerzen im Bauch wieder: immer ein und die selbe Stelle, doch kein Arzt weiß sich einen Rat.

Es fühlt sich an, als würde ich versagen. Als würde ich ganz offen zugeben, nicht gut genug zu sein. Aber mein Kopf schaltet sich beim Lernen aus, ich kann keinen Satz mehr für mich behalten, und über allem schweben diese furchtbaren Kopfschmerzen. Seit ich mit meinem Studium nicht mehr glücklich bin, wächst in mir ein Schmerz, der sich kaum noch betäuben lässt. Bei meinen letzten Klausuren konnte ich auf einem Auge vor schmerzenden Schlägen kaum noch sehen.

Ich weiß, dass es sich um psychosomatische Probleme handelt. Dass ich mir zu viel Druck mache, dass ich zu viel leisten möchte, dass ich nicht loslassen, nicht abschalten kann.

Und in mir wächst nur noch eins: ANGST. Diese Angst steigert sich in eine Prüfungsangst, wie ich sie zuvor niemals erlebt habe. Vor jeder Prüfung werde ich krank, im Sinne einer Bronchitis, Angina, Grippe. Aber es muss ja weiter gehen. Ja, ich will alles richtig machen. Ich will Studium, Job und Haushalt unter einen Hut bekommen. Für mein Ehrenamt habe ich momentan weder Zeit noch Kraft, was mich wirklich frustriert. Aber seit Tagen verkrieche ich mich, will am liebsten mit keinem reden, will niemanden sehen, schlage Verabredungen aus und reagiere auf keine SMS. Ich kann momentan nicht. Ich will mich nur noch verkriechen und schlafen.

Bleiernde Müdigkeit hängt über allem, nachts plagen mich die wildesten Träume, die ich jemals am Stück hatte. Wenn die Nächte realer scheinen als der Tag, bin ich dann noch normal?

Was würde ich ohne meinen Schatz machen. Er nimmt mich, wie ich bin und sagt, wenn ich einfach ein halbes Jahr nichts machen möchte, dann soll ich das tun. Aber ich kann kein halbes Jahr einfach nichts tun. Ich kann nicht nur ein bisschen Nachhilfe geben und dann nur Haushalt machen. Ich will nicht das Leben meiner Eltern führen. Ich muss arbeiten.

Und doch überlege ich immerzu, wie kann ich meinen Schritt verantworten? Heute sprach ich erstmals ehrlich mit meiner einen Schwägerin über meine Entscheidung. Ich schäme mich für den Entschluss, weil ich weiß, dass ich es eigentlich schaffen kann. Aber irgendwas stimmt nicht, ich kann mir nichts mehr merken. Alles, was nicht thematisch relevant ist, sauge ich auf wie ein Schwamm. Aber Studieninhalte?

Meine Schwägerin sagte, sie könne meine Selbstzweifel nicht verstehen. Ich habe doch bereits so viel erreicht. Nur sehe ich all das nicht als Leistung an, meine bisherigen Erfolge sind mir quasi in den Schoß gefallen. Und nun, wo ich kämpfen muss, beherrsche ich meine Waffe nicht mehr. Und doch tat es gut zu hören, was sie sagte. Vor allem, nachdem meine älteste Freundin mir sagte, ich müsste das einfach durchstehen. Und ich will das so gern durchstehen, aber es klappt nicht mehr. Ich kann meine Angst ignorieren, aber die Schmerzen immer weiter betäuben? Ich habe bereits Zeiten mit bis zu 20 Schmerztabletten am Tag hinter mir, nein, ich kann das nicht mehr. Auch dafür rächt sich mein Körper, und ich habe nur diesen einen.

Ja, das Studium ist nicht mein Weg. Das habe ich schon lange erkannt. Und doch wollte ich ihn gehen. Wie sagte jedoch meine Schwägerin heute so schön? “Wenn ein Hund nach einem halben Stück Fleisch erkennt, dass es verdorben ist, meinst du, er frisst es vollkommen auf?”

Hinzu kommt die Organisation des Studiums an dieser Uni, die mich wahnsinnig macht. Das Studium könnte ich in 1,5 Jahren nicht beenden, da ich mich auch nach der 3. Anmeldephase (in 2 Semestern) noch nicht einmal da befinde, wo ich am Ende des letzten Semesters sein wollte. Wenn ich mich für 8 Veranstaltungen anmelde, für 4 zugelassen werde, wovon ich aber nur 2 belegen kann und im Folgesemester für 3 Veranstaltungen zugelassen werde, von denen ich nur eine belegen kann - dann weiß ich nicht, wie lange das noch so gehen soll. Die Aussicht, auf ewig weiter zu studieren, kein Ende zu sehen und jeden Tag mit Versagensängsten konfrontiert zu sein - da mache ich lieber einen Schlussstrich.

Auch wenn es sich anfühlt, als schnitte ich mir die Pulsadern auf.

Was ist der Mensch wert?

Aus gegebenem Anlass müssen wir uns in unserem Leben wieder umstellen. Mein Mann bekam vor einigen Tagen eine schlechte Diagnose, was seinen Gesundheitszustand anbelangt. Normale Untersuchungen beim Arzt ergaben keine Ergebnisse, weshalb wir eine Körperflüssigkeitenanalyse in einem Institut haben durchführen lassen. Natürlich mussten wir das selbst bezahlen, wie nahezu alles, was wirklich helfen soll.

Nun stellen wir unsere Ernährung noch etwas um. Bislang habe ich alles frisch gekocht, Fertiggerichte sind nahezu unbekannt bei uns. Nun muss/ sollte ich auf Bioprodukte umsteigen, um die Schadstoffbelastung so gering wie nur möglich zu halten. Die ersten Schritte sind getan, im Kühlschrank findet sich nunmehr nur noch Ökogemüse und -obst.

Bislang war ich der Meinung, konventionelle Lebensmittel sollten genügen, da frisches Obst und Gemüse in der Regel als gesund gilt. Nun stand ich vor dem Ergebnis und bekam gesagt, wir würden falsch einkaufen. Ja, mein Mann war bislang der Verweigerer, was Obst und Gemüse anbelangt, und doch habe ich so oft es ging ihm solches “untergejubelt”.

Auch lehnte er bislang Bioprodukte ab, da er der Meinung war, das konventionelle Gemüse sei ebenso gesund. Natürlich mag das stimmen - aber momentan muss ich mir Gedanken machen, wie wir meinen Mann wieder gesund werden lassen. Und für mich stand fest, der Wechsel zum Biogemüse und -obst ist nur ein Schritt des Weges.

Im Zuge des Wechsels mache ich mir natürlich Gedanken, ob es nicht normal sein sollte, Lebensmittel (und nicht Nahrungsmittel) natürlich herzustellen. Ist es nicht pervers, dass man einen höheren Preis bezahlen muss, um Lebensmittel im Grundzustand kaufen zu können? Immer wieder liest und hört man Debatten, unsere Lebensmittel seien zu billig. Bislang habe ich mich im Mittelfeld bewegt und gern die Wust für 69 Cent pro 200g liegen lassen. Etwa 3,50 Euro für ein Kilo Wurst? Wie viel Abfall wird dort mit verarbeitet?

Auch musste ich neulich schlucken, als ich unseren Kühlschrank ausgeräumt habe. Ja, wir kaufen viel zu viele Lebensmittel. Was ich im Monat an Lebensmitteln fortwerfe, ist mir bislang nie wirklich bewusst gewesen. Doch im Zuge der höheren Augaben für Biolebensmittel mache ich mir Gedanken, ob so viel denn wirklich von Nöten ist? Brauchen wir wirklich 4 Sorten Wurst im 200g-Paket? Erstmals bin ich dazu übergegangen, beim Metzger von jeder interessanten Wurst einfach 2 Scheiben pro Sorte abschneiden zu lassen. Diese Auswahl hat man im Supermarkt einfach nicht.

Wenn wir wirklich gegenrechnen, für welchen Wert wir im Monat Lebensmittel fortwerfen, sollte eine Ernährung mit hochwertigeren Lebensmitteln machbar sein. Wir leben in einer Überflussgesellschaft, man möchte von allem etwas haben, doch wir haben den wirklichen Wert vergessen, weil wir nur über Masse, nicht über Klasse nachdenken. Und letztendlich spiegelt der Wert der Lebensmittel den Wert des Menschen wider. Damit meine ich keinesfalls den Preis, sondern viel mehr den Wert, den die Ernährung für einen selbst hat.

Dass die “Ernährung” mit Dosenkonserven auf Dauer ungesund ist, sollte jedem bewusst sein. Doch kenne ich kaum noch Menschen, die wirklich selbst kochen. Kochen ohne Fixprodukte scheint den meisten undenkbar, fast unmöglich. Meine eigenen Kochkünste halte ich für durchschnittlich, und doch höre ich von Besuchern immer wieder, ich würde hervorragend kochen und wäre in der Lage, ein mittleres Gastronomiegewerbe zu eröffnen. Leute, meist setze ich euch absolut einfache Gerichte vor, die keiner großen Kochkunst bedürfen! Bei vielen Besuchern auf einmal nehme ich meist einen großen Topf und schneide alle Gemüsesorten rein, die ich finden kann. Mit Kräutern, Salz und Pfeffer und einigen gehackten Zehen Knoblauch gewürzt, mutet es als das einfachste Gericht der Welt an. Einige Scheiben Brot dazu, und alle sind glücklich. Wozu braucht man da einen Beutel?

Meistens beschäftigt man sich mit Ernährung erst dann, wenn im Leben doch etwas falsch läuft. Ich beschäftige mich zwangsläufig mit Ernährung, da ich zu Übergewicht neige und trotz vermeintlich richtiger Ernährung zu viel auf den Hüften trage. Ja, ich sündige hin und wieder. Ja, ich treibe zu wenig Sport, wenngleich die Gründe dafür in meiner Gesundheit verankert liegen und ich gern wieder Sport machen würde, wenn ich hernach nicht mit noch schlechteren Blutwerten und Beschwerden zu kämpfen hätte. Meinem Mann war Ernährung bislang egal, hauptsache es schmeckt. Meine Kochkünste reichten aus, um ihn zu begeistern und sicherten ihm ein gewisses Maß an Gesundheit. Und doch muss ich mich wie eine Mutter vor ihr Kind stellen und ihn von gesunder Ernährung überzeugen. Ja, auch ich muss mich oft zwingen, einen Apfel statt eines Schokoriegels zu essen. Natürlich macht uns ein Stück Schokolade schneller glücklich, und gegen ein gutes Stück Zartbitter kann ich mich schlecht wehren. Aber auch da kommt es mir auf Qualität statt Quantität an.

Die Wirtschaft sieht uns Konsumenten nicht mehr als Menschen an, wir haben den Wert als Menschen verloren. Wir sind Kühe, die für promillegroße Gewinne gemolken werden. Es geht nicht darum, uns gesund zu machen. Wir leben in einer Gesellschaft, in der Hunger unbekannt ist, doch gesunde Ernährung wird durch billigen Industriemüll ersetzt. Alle sparen, die Produzenten, die Konsumenten, die Gesundheit. Mein liebstes Beispiel ist Toastbrot. Ich kenne einige, die sich ausschließlich von Toastbrot ernähren, weil es billig ist. Dabei macht es weder satt noch schmeckt es in irgendeiner Weise. Ja, es ist billig, aber zu welchem Preis? Meist besitzen diese Leute hochwertige Handys, teure Kleidung und geben das eingesparte Geld für unnötigen Kram aus. Ja, für Kram. Lebensmittel werden keine mehr gekauft, es geht nur noch um Nahrung, um Nahrungsmittel, die möglichst billig sein müssen. Natürlich habe ich auch lange nach dem günstigsten Ausschau gehalten. Ich sage absichtlich nach dem günstigsten, den billiges, gefrorenes Hackfleisch habe ich seit Jahren nicht gekauft. Dieses Hackfleisch hat keine Konsistenz von Fleisch, und manchmal zweifle ich, was sich wirklich darin befindet. 500g für 1,50 Euro? Ja, man kann damit günstig eine Familie satt machen. Aber warum wollen wir das? Weil wir das Geld für “dringenderes” benötigen. Einen neuen Fernsehr, neue Markenklamotten, neue Technik. Ja, das sind die neuen “Lebensmittel”.

Nebenbei geben wir mehr Geld aus als je zuvor für Medikamente, die wir teilweise nicht bräuchten mit der richtigen Lebensweise. Ja, mein Mann hat durch teilweise falsche Ernährung seinen Preis bezahlt, ein übersäuerter Körper rächt sich eines Tages.

Ich frage mich, ob wir ohne Werbung echter Leben würden.

Würde jemand seinen Lebenswandel ändern, ohne dass es einen konkreten Anlass gibt? Und wie viele ändern aus Bequemlichkeit ihren Lebenswandel nicht, auch wenn es einen konkreten Anlass gibt? Leider habe ich zu oft erlebt, dass Ärzte von den Menschen einen Wandel gefordert haben und diese mit den Schultern zucken, um zu sagen: “Ich kann nicht.”

“Ich kann nicht.”

Mein Lieblingssatz. Wenn ich alles abgebrochen hätte, was mir nicht leicht fiel, hätte ich kein Abitur und würde wohl über 100kg auf die Waage bringen. Ja, ich bin nicht schlank. Aber meine Probleme sind kosmetischer Natur, laut Ärzten befinde ich mich nicht im Gefahrenspektrum. Natürlich kann man mal, wenn es einem nicht gut geht, zu einem Fertiggericht oder dem Lieferservice greifen. Dauerhaft sollte das aber nicht der Fall sein.

Wie viele haben jetzt alle Möglichkeiten und haben doch immer ein “Ich kann nicht!” auf den Lippen? Weitergeführt wird es durch ein: “… weil…” Ja, weil die Gesellschaft schlecht ist. Ja, weil die Situation auf dem Arbeitsmarkt schlecht ist. Ja, weil die Umstände schlecht sind. Ja, weil die Gesundheit schlecht ist.

Ich habe eine Bekannte, die vor Jahren von einem Auto angefahren wurde. 6 Monate Koma, ein offener Schädelbruch, nahezu alle Knochen gebrochen. Aussage der Ärzte waren: “Das Mädchen wird niemals wieder laufen, niemals wieder richtig sprechen können.” Letztes Jahr hat sie ihr Abitur gemacht, wurde nach vielen Aufnahmeprüfungen für ihr Traumstudium angenommen und hat jetztes Jahr in einem Musical die Hauptrolle gespielt. Diese junge Frau sagte niemals “Ich kann nicht”, sondern lächelte ihre Probleme weg und sagte: “Ich will!”

Diese Frau ist meine persönliche Heldin.

Nachwievor hat sie Beschwerden, und doch sieht man sie immer mit einem Lächeln auf den Lippen. Sie ist fröhlich, hilfsbereit und aufgeschlossen. Und für dieses Jahr habe ich sie zu meinem Vorbild auserkoren.

Von Natur bin ich mit der einen oder anderen Krankheit ausgestattet, weshalb mein Weg ein schwieriger ist. Und ja, es gibt Momente, da möchte ich einfach alles hinwerfen. Aber ich habe meinen Mann, meinen wundervollen Mann, und er gibt mir die Kraft, jeden Tag aufzustehen. Und nun muss ich ihm die Kraft geben, wieder gesund zu werden.

Was ist mir mein Mann wert? Alles. Gern gebe ich mehr Geld für Bioprodukte aus, auch wenn ich dafür nicht in den Urlaub fliegen kann. Gern gehe ich zweimal im Monat zum Heilpraktiker mit ihm, um ihn wieder gesund werden zu lassen. Ärzte haben für mich ausgedient, die meisten haben den Wert des Menschen vergessen. Sie sind ein Teil des Systems, in dem die Ware Mensch Gewinne ausschütten muss. Natürlich arbeiten Ärzte viel und viele sind in dem, was sie tun, großartig. Leider habe ich bislang kaum solche Ärzte erlebt. Gäbe es die Naturmedizin nicht, ich könnte heute wohl nicht mehr laufen. Und ich bin es mir wert, nicht nur zu jammern, sondern auf Luxus zu verzichten, um mir Lebensmittel zu kaufen. Lebensmittel ist nicht nur Nahrung, es ist alles, was das Leben wirklich lebenswert erscheinen lässt. Und Gesundheit sollte dazu gehören.

Meine Ausführungen muten heute wirklich konfus an, aber ich habe momentan Probleme, alle Gedanken zu ordnen, die in meinem Kopf herumschwirren.

Daher meine Bestellung ans Universum: Hilf uns, wirklich gesund zu werden und unseren Weg zu gehen.

Menschen…

Es ist wirklich überraschend, was passiert, wenn man wirklich mal auf die Menschen seiner Umgebung achtet. Gestern habe ich mich das erste Mal seit Jahren freiwillig dazu entschieden, meinen MP3-Player daheim zu lassen und offener durch die Welt zu gehen.

Es begann bereits im Bus zur Uni. Bislang ließ ich mich von meiner Musik berieseln, plötzlich stand ich im überfüllten Bus und war mit meinen Gedanken allein - ohne musikalische Ablenkung. Sonst genieße ich das Dahinschweifen des Textes, singe ihn in Gedanken mit und mache mir Interpretationsgedanken. Und nun stand ich dort, klammerte mich an den Stäben fest und sah die Stadt mit neuen Augen. Ich hörte die Gespräche meiner Mitfahrenden und musste nachdenken, ob ich in dem Alter die gleichen Themen hatte. Beschämt stellte ich fest: Ja, in dem Alter führten wir die gleichen, sinnlosen, oberflächlichen Gespräche. Nur kam es uns damals nicht so oberflächlich oder sinnlos vor.

Dann schoss mir ein wirklich interessanter Gedanke durch den Kopf: Klinge ich nicht manchmal wie eine Oma, wenn ich sage: “Wenn du älter bist, siehst du vieles anders”?

Als ich in die Grundschule kam, gab es in unserem Schulgebäude nur 2 Klassen: meine erste und die zweite Klasse. Wie habe ich zu den “Großen” hochgeblickt, sie konnten lesen, schreiben, sie waren so viel weiter als ich! Irgendwann wurde ich älter und gehörte zu den “Großen” der Schule. Eher belustigt schaute ich auf die “Kleinen” herunter und dachte mir, ich sei so viel weiter, da sollten die “Kleinen” erst einmal hinkommen.

Dann folgte der Wechsel aufs Gymnasium. Und -rums - ich war keine der “Großen” mehr, sondern gehörte zu den “Zwergen”. Mit den Jahren wurde ich älter, wusste etwas mehr, wurde vermeintlich reifer. Oh, wie haben wir unseren 14. Geburtstag herbeigesehnt! Endlich ein Teenager sein, endlich “fast erwachsen” sein. Ja, wir fühlten uns, als gehöre uns die Welt, denn die Zukunft lag in unseren Händen.

Mit 16 Jahren hielten wir endlich den begehrten Perso in den Händen, das Zeichen des Älterwerdens und der “Reife”. 16 - fast erwachsen, fast auf eigenen Beinen.

Mit 17 verließ ich das Elternhaus und machte eine andere Entwicklung als meine Mitschüler. Ich wohnte mit meinem Noch-nicht-Mann zusammen, ging in eine andere Schule und erlebte meinen 18. Geburtstag eher ernüchternd. Nein, es fühlte sich nicht großartig an, endlich 18 zu sein. Irgendwann hatte ich das Bedürfnis des Feierns verloren und ging das erste Mal an meinem Geburtstag schick essen, statt groß Party zu machen. Ich glaube, ich war bereits vor meinem 18. Geburtstag erwachsen.

Seither verstehe ich die Menschen immer weniger. Für mich stand das liebevolle Miteinander mit meinem Mann im Vordergrund, während Freunde und Bekannte eine Kurzzeitbeziehung nach der anderen führten. Leider konnte ich dem mit 15 bereits nichts mehr abgewinnen.

Viel Geld für Party ausgeben? Teure Theaterkarten - ja. Geld für Bücher, CD’s, DVD’s - aber gern. Geld für Alkohol? Danke, nein, mit 15 ist es vielleicht erstrebenswert, aber mit Mitte 20? Mal ein guter Rotwein beim Essen, mal ein Sekt zum festlichen Anlass. Auf Feiern kann ich erstaunlich fröhlich sein, wenn ich eine Spezi trinke.

Am liebsten schließe ich die Menschen aus meinem Blickfeld aus. MP3-Player an und den Menschen auf der Straße aus dem Weg gehen. Nicht über sie nachdenken, jeder hat seine eigenen Probleme.

Und doch betrachtete ich gestern erstmals bewusst - und ohne “Stöpsel” im Ohr - die Menschen um mich herum. Blieb stehen und machte Menschen Platz. Bekam das eine oder andere Lächeln geschenkt, wurde von wildfremden Menschen gegrüßt, die ich sonst vielleicht nie gehört hätte. In der Regel bin ich ein durchaus höflicher, aber ebenso zurückhaltender Mensch. Meist denke ich: “Ihr geht mir alle auf die Nerven!” und fühlte mich ebenso genervt. Gespräche blockiere ich gern, wenn ich mich nicht zum Sprechen aufgelegt fühle. Und doch habe ich gestern in einem Seminar mit Kommilitonen über mehr als nur den Stoff gesprochen. Ja, manchmal fällt es mir sehr leicht, doch gerade in diesem Semester bin ich unheimlich introvertiert, lasse einige Menschen förmlich abblitzen. Und gestern habe ich mich erstmals gefragt, warum mache ich das? Bislang ließ ich nur wenige Menschen an mich ran, suchte mir sehr gezielt meine Freunde aus und merkte doch immer, dass es sich um noch stärker am Abgrund stehende Persönlichkeiten handelte als mich.  Und leider möchte ich ihnen immer helfen, ohne auf mich selbst zu achten..

Und doch habe ich gestern recht offen verhalten, hatte sogar ein recht gutes Gefühl dabei. In der Regel habe ich keine Probleme, mit Menschen ins Gespräch zu kommen und gelte eigentlich als recht gesellig. Dabei merkt leider keiner, dass ich oft am liebsten einfach meine Ruhe haben möchte…

Im Bus zurück betrachtete ich dann die überschaubare Anzahl Mitfahrer und mir fiel auf, dass mir meist kaum etwas auffällt. Die Oma, die mit bebender Lippe und Tränen in den Augen aus dem Fenster blickte, nahm mich dabei am meisten mit. Ob sie eine schlechte Nachricht bekommen hatte? Und war ich die Einzige, der diese Frau aufgefallen war? Menschen aller Altersklassen befanden sich im Bus, die Jüngeren meist vor ihren Handys sitzend mit einem Stöpsel im Ohr und nicht um sich blickend. Ja, meist gehörte ich zu dieser Sorte: Nicht nach rechts, nicht nach links blicken, die anderen ausklinken. Die Menschen im mittleren Alter starr aus dem Fenster starrend, ohne Miene, ohne Regung. Die Älteren blickten häufiger um sich, ohne jemanden anzusehen.

Der Bus bedeutet die Bedrängnis des eigenen Lebensraums. Niemand möchte mit fremden Menschen so nah beisammen sein, natürlich breitet sich eine seltsame Stimmung aus. Und doch musste ich an meine unzähligen Fahren mit der Bahn durch Deutschland denken, bei denen ich immer allein losgefahren, aber niemals allein angekommen bin. Das waren Bekannte für eine Strecke, denen man einen kurzen Einblick in sein Leben gewährte. Heute würde mir soetwas nicht mehr im Traum einfallen.

Ich weiß nicht, welchen Schluss ich daraus ziehen soll. Wenn ich einem Videoclip Glauben schenken darf, befinden wir uns auf der Schwelle in ein neues Zeitalter, in welchem wir eine neue Bewusstseinsstufe erreichen und mehr aufeinander zugehen. Leider erlebe ich immer wieder, dass viele fordern, man sollte auf sie eingehen, während sie selbst nicht dazu bereit sind und sich über die furchtbare neue Zeit ärgern. (Ich muss dabei nicht anmerken, dass es sich meist im ältere Menschen handelt, denn die Jungen sind meist vollkommen in ihrer eigenen Welt versunken.)

Daher meine heutige Bestellung an das Universum: Hilf mir, meine Augen und Ohren offen zu halten und der Mensch zu sein, der in der Welt gebraucht wird.

Wenn ich muss…

… dann klappt es meistens doch mit einigen Aufgaben. Zumindest konnte ich mein Lateinpensum abarbeiten, an welchem ich seit 2 Wochen sitze. So langsam denke ich, dass ich hochgradig allergisch gegen Latein bin, zumindest bekomme ich immer Kopfschmerzen, wenn ich meine Aufgaben mache. Auch der Rest ist wenig erbaulich, was daran liegen mag, dass ich dieses Semester fast nur Nebenfach und Latein machen muss. Von meinem Hauptfach bin ich leider verschont, was mir aber deutlich mehr Spaß macht als der Rest.

Aber mir fiel die Motivation heut bedeutend leichter, evtl. deswegen, weil morgen geprüft wird, ob ich meine Aufgaben erledigt habe und seit der Uni zu den Strebern gehöre.  Ja, ich bin ein Streber: ich lerne, ich mache meine Aufgaben, bin immer vorbereitet. Und doch sind meine Leistungen schlecht wie nie zuvor. Es ist zum Mäusemelken.

Da das liebe Universum aber weiß, wie ich ticke, legt es mir sicherlich immer so viel Arbeit in die letzten Tage. Wobei ich sagen muss, ich habe vorbildlich täglich etwas gemacht, nur leider habe ich das Pensum letztendlich doch überschätzt und meine Fähigkeiten waren letztendlich dermaßen niedrig, dass selbst einfache, kurze Aufgaben recht mühsam und langwierig waren.

Wie schön, wenn ich mich eines Tages mit den alten Römern unterhalten kann - wofür sonst brauche ich Latein? Vielleicht lande ich eines Tages an der Kasse eines Supermarktes und werde die Menschen dort mit einem wenig geschliffenen Latein bedienen können - na, auf die Gesichter bin ich gespannt!

Gestern Nacht kam mir jedoch die Erkenntnis: Ich will und ich werde meinen Weg gehen. Und worauf soll ich stolz sein, wenn ich alles geschenkt bekomme? Auf mein Abitur war ich keine Sekunde stolz und habe dafür wohl weniger gearbeitet als so mancher Hauptschüler für seinen Abschluss. Und gerade deshalb werde ich dieses Studium so gut wie möglich absolvieren - einen Universitätsabschluss in der Tasche zu haben ist immerhin nicht das Schlechteste…

Doch so langsam dämmert mir, dass folgender Spruch viel wahres beinhaltet:

Wenn wir an die Universität kommen, wissen wir alles. Wenn wir aus der Universität gehen, wissen wir nichts.

Bestellungen an das Universum

Liebes Universum,

soweit ich weiß, hast du meine Adresse, um meine Bestellungen zu liefern.

Da ich selten etwas bekomme, was ich nicht bestellt habe, werde ich einfach alles, was ich benötige, bei dir bestellen. Vor einigen Tagen habe ich das mental das erste Mal gemacht. Und hier möchte ich auch einige Bestellungen aufgeben.

Ich bestelle hiermit und verbindlich mehr Verständnis für Latein. Latein liegt mir nicht, und ich weiß gar nicht, warum ausgerechnet meine Uni meint, uns dazu zwingen zu müssen. Ich durfte bereits 9 Jahre Französisch lernen, in allen anderen Universitäten wird das als romanischer Sprachnachweis akzeptiert.  Aber ausgerechnet ich lande hier und muss Latein pauken. Da du, liebes Universum, deine Finger in dem Verlauf meines Lebens durchaus im Spiel hast, bitte ich dich darum, mir die Fähigkeiten zu geben, das Latinum erwerben zu können.

Ach ja, es wäre schön, wenn ich meine beiden nächsten Prüfungen bestehen könnte. Eine Durchfallquote von 75% im letzten Semester macht nicht sonderlich große Hoffnungen. Vielleicht kannst du aber auch meinen Dozenten (Herr W.!) davon überzeugen, dass er sich in Deutschland gar nicht wohlfühlt und sofort - am besten vor Mittwoch - das Land verlassen möchte und ein menschlicher Dozent unsere Klausur aufsetzen mag. Vielleicht wird er im Ausland viel glücklicher!

Oder gib mir wenigstens einen kleinen Hinweis, welche der 700 Seiten ich auswendig lernen soll. Eine Anwendungsaufgabe wäre mir übrigens auch lieber als reine Abfrageaufgaben.

Egal wie, ich möchte dieses Studium einfach nur bestehen. Im Endeffekt kann ich ohnehin nichts damit anfangen… Ich möchte doch einfach nur bestehen…

Die Suche nach dem Sinn…

Die Suche nach dem Sinn im Leben treibt mich an, diesen Blog zu verfassen.

Manchmal frage ich mich, ob es nicht ein Hobby unserer Wohlstandsgesellschaft ist, nach dem Sinn hinter allem zu suchen. Denn objektiv gesehen haben wir alles: Wir leben in gesicherten Verhältnissen, keiner muss wirklich hungern (obwohl es leider auch in unserer Wohlstandsgesellschaft zu viele Hungernde gibt!), wir haben meist ein Dach über dem Kopf und gönnen uns den Luxus, an unserem Leben zu kritisieren, was andere dankbar annehmen würden, ohne jemals eine Chance darauf zu haben.

Und doch sind wir unglücklicher, je mehr wir haben.

Objektiv betrachtet habe ich alles, und doch stehe ich mir - wie viele andere auch - oft selbst im Weg. Ich studiere die Fächer, die ich studieren wollte und bin mit dieser Entscheidung nicht ganz glücklich.

Ist das nicht paradox?

Wie viele würden gern an meiner Stelle studieren und haben in ihren Ländern keine Chance dazu? Und ich Esel habe die Chance und denke doch, dass es die falsche Entscheidung war… Falsche Ideale waren Ansporn für diese Entscheidung, der Wunsch nach Wohlstand, nach Karriere, ja, nach Macht. Geld war die Triebfeder meines Handelns, Geld war das Ziel vor Augen.

Natürlich macht Geld allein nicht glücklich, aber wie heißt es so schön? Es beruhigt ungemein…

Jeden Bereich, den ich mir vorstellen konnte, habe ich durch Praktika kennenlernen dürfen. Habe genau das getan, was von uns verlangt wird. Doch gefunden habe ich nichts, meine Illusionen habe ich verloren. Keiner der Bereiche konnte mich ansprechen, und ich fühle mich verloren wie nie zuvor.

Ja, ich habe eine neue Perspektive im Leben. Eine Perspektive nach dem Studium. Eine Perspektive, die mit meinem Studium absolut nichts zu tun hat.

Ich kann mir diesen Luxus leisten, und ich bin ebenso glücklich wie unglücklich über diesen Umstand. An meiner Seite habe ich einen Mann, der mir jede Option ermöglicht und mir emotional wie finanziell beisteht. Um kein falsches Bild zu erzeugen: ich sorge durchaus selbst für mich, lasse mich von meinem Mann nicht finanzieren. Neben meinem Studium arbeite ich, entgeldlich und auch ehrenamtlich. Aber ich habe die Gewissheit, dass es nicht schlimm ist zu fallen, sondern aufgefangen werde und dies sollte mich zum glücklichsten Menschen der Welt machen.

Warum bin ich ich nicht uneingeschränkt glücklich? Warum bin ich immer wieder umzufrieden? Warum will ich mehr, mehr als nur Geld?

Gern verzichte ich auf ein besseres Gehalt, wenn mich mein Beruf emotional ausfüllt. Kein Gehalt kann groß genug sein, um meine Ideale zu verkaufen.

Doch was sind meine Ideale? Was will ich?

Ich hoffe, ich kann die Antwort im Laufe der Zeit finden. Eins weiß ich: Ich möchte kein Spielball der Wirtschaft sein, kein Handlanger der Politik, kein Abhängiger in einer rein konsumorientierten Welt.

Momentan weiß ich nur, was ich nicht machen möchte, und habe nur eine vage Ahnung dessen, was mich ein Leben lang antreiben kann. Ich möchte Menschen helfen, gesundheitlich wie emotional. Den Glauben in die Medizin habe ich nach langer Zeit verloren, um ihn in der Naturheilkunde zu finden. Und momentan sehe ich die Option, eines fernen Tages Menschen zu helfen, wie meine Heilpraktikerin mir heute hilft.

Daher meine erste Bestellung ans Universum: Ich bestelle die Kraft, um mein Studium erfolgreich beenden zu können und danach meinen Weg zu gehen.